Einige Gedanken zu gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklungen und Veränderungen: Teil IX / Some Thoughts on Social Structures, Developments, and Changes: Part IX

Wie funktioniert die BG? (d)

Der Finanzkapitalismus (FK) könnte indes der BG ihre Grundlagen entziehen. Der Kapitalist braucht den Arbeiter, daher zerstört der klassische Warenkapitalismus das Proletariat nicht, sondern erhält es in einem Zustand zwischen Zerstörung und Überlebensmöglichkeit. Der Finanzkapitalismus betreibt die Ausbeutung aber zu exzessiv. Geht man davon aus, daß man nur begrenzt oft von unten nach oben umverteilen kann, muß irgendwann alles verbraucht sein und der Zusammenbruch folgen. (Wie aber sähe dieser aus?)
Die BG ist intrinsisch wesentlich totalitär, das ist: die Herrschende Klasse (HK) trachtet danach, sich alles zu unterwerfen. Diesen Anspruch kann sie jedoch niemals erfüllen, weshalb ihre Herrschaft nicht total, vollkommen, allumfassend ist. Totale Herrschaft wäre das Ende der BG. Dies wäre allerdings nur negative Folge. Was positiv folgte, hinge von weiteren Faktoren ab.
Im Unterschied zum Historischen Faschismus (HF), in welchem der totalitäre Anspruch mit dessen unmittelbaren Äußerung einherging, äußert sich der totalitäre Anspruch der HK in der BG in der (öffentlichen) Äußerung des Gegenteils. Angriffskreige heißen ›humanitäre Hilfeleistungen‹, reduzierte Neuverschuldung heißt ›sparen‹, Überwachung, Spionage, Datenspeicherung, Repression heißen ›Schutz-‹ oder ›Sicherheitsmaßnahmen‹, die schrittweise Aushebelung von Freiheit und Demokratie heißt ›Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung‹ und so fort. Zur begrifflichen Abgrenzung heiße der totalitäre Anspruch der HK in der BG daher in einem Wort: subtotalitär.
Die BG kann weder durch Reform noch durch parlamentarische Partizipation (PP) oder beides zusammen überwunden werden.
Der Begriff der Reform verrät dem Lateinkundigen bereits, warum Reformen zur Umwälzung gesellschaftlicher Verhältnisse unnütz, ja unfähig sind: ›re-formare‹ bedeutet nämlich nicht andres als ›wieder gestalten‹, ›wieder Gestalt verleihen‹. Die BG, die notwendig Klassenherrschaft (KH) mit kapitalistischer Wirtschaft ist, bleibt dadurch aber in ihren wesentlichen Zügen erhalten. Reformen ändern eben per definitionem nichts Wesentliches, Wichtiges, sondern ausschließlich Unwesentliches, Unwichtiges. Die BG fußt indes wesentlich auf Unterdrückung durch Ausbeutung, was folglich durch Reform nicht ändern ist.
Die Parlamentarische Demokratie (PD) gehört ebenso wesentlich zur BG und damit zur KH. Sie (die PD) ist wiederum wesentlich Werkzeug der HK, um ihre eigenen Interessen – Besitzstandwahrung und damit Machterhalt – permanent durchsetzen zu können und die klasseninternen Konflikte (denn die HK ist keinesfalls eine homogene Gruppe) auszutragen. Gleichzeitig spiegelt der Name ›PD‹ der Unterdrückten Klasse (UK) vor, ihre Interessen würden vertreten. Wesentliche Entscheidungen fallen indes nicht einmal in den Parlamenten, sondern in kleinen Gremien, das ist: einer weiteren Auslese, einem elitären Kreis innerhalb eines elitären Kreises. Selbst wenn also jemand mit lauteren Absichten in diese Kreise gelangte – was in höchstem Maße unwahrscheinlich ist und bleibt –, so könnte er oder sie niemals genug Einfluß ausüben, um wesentliche Änderungen herbeizuführen. Durch PP mehr zu erreichen als die Linderung oder zeitweilige Abwendung eines bestehenden oder drohenden Übels, bleibt folglich bloße Utopie.

How does the BS operate? (d)

Financial Capitalism (FC), however, could deprive the BS of its fundamentals. The capitalist needs the worker, for this reason, classic goods capitalism does not destory the proletariate, but keeps it in a state between destruction and survival. FC pushes exploitation ahead too excessively. Starting from the premise that it is only possible to redistribute from bottom to top to a limited extent, at some point, everything must have been used up and a collapse must follow. (What would it be like, though?)
Intrinsically, the BS is essentially totalitarian, that is: the ruling class (RC) aspires to subject everything to its rule. It can never answer this claim, however, for which reason its rule is not total, complete, comprehensive. Total rule would be the end of the BS. This would only be a negative consequence, though. What would follow positively would depend upon further factors in turn.
In contrast to Historic Fascism (HF), the totalitarian claim of which came along with its mere pronouncement, the totalitarian claim of the BS manifests itself as the (publicly) opposite claim. Wars of aggression are called ‘humanitarian help’, reduced new debt is called ‘saving’, surveillance, espionage, data storage, repression are called ‘security measures’ or ‘protective measures’, the gradual erosion of freedom and democracy is called ‘protection of the liberal-democratic constitutional order’, and so forth. In order to distinguish both claims, the claim of the RC in the BS be named in a word: subtotalitarian.
The BS can be overcome neither by reform nor by parliamentary participation or both combined.
Even the term ‘reform’ tells those literate in Latin why reforms are useless, even impotent of revolutionizing social conditions: for ‘re-formare’ means ‘form again’, ‘bring into form again’. The BS, which necessarily is Class Rule (CR) with capitalist economy, thus survives with its essential characteristics. Reforms by definition do not change essentials, but exclusively unessentials, unimportant things. The BS, then, is essentially based upon repression by means of exploitation, which, accordingly, cannot be changed by means of reform.
Parliamentary Democracy (PD) is an essential part of the BS and thereby of the RC as well. It (PD), in turn, essentially is a tool of the RC in order to be able to permanently enforce its own interests – grandfathering and thus maintenance of power – and to decide its class-internal struggles (for the RC is by no means a homogeneous group). At the same time, the name ‘PD’ feigns to the Oppressed Class (OC) its interests would be represented. Fundamental decisions are meanwhile not even made in the parliaments, but in small committees, that is: by further selection, an elitist circle within an elitist circle. Thus, even if anyone got into these circles with bona fides – which is and remains unlikely to the utmost degree –, they could never wield enough influence so as to induce substantial modifications. To achieve more than an alleviation or temporary prevention of an existing or looming evil by means of PP, therefore, remains a mere utopian dream.

Einige Gedanken zu gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklungen und Veränderungen: Teil VIII / Some Thoughts on Social Structures, Developments, and Changes: Part VIII

Wie funktioniert die BG? (c)

Daß sich die sozioökonomischen Verhältnisse seit dem Übergang von der SG in die BG diversifiziert haben, hat nichts an den grundlegenden Verhältnissen geändert.
So gibt es zwischen beiden Klassen eine ständige Fluktuation: Manche steigen auf, manche steigen ab. Die Ausnahme bestätigt indes die Regel. Das Vermögen ist heute für gewöhnlich ererbt. Ein Lotteriegewinn kann einen Mittellosen nach oben katapultieren. Wer sich verkalkuliert, kann ganz nach unten fallen. In der Regel bleiben aber die Klassenangehörigen an ihren jeweiligen Ausgangspunkten.
Der Angestellte ist eine moderne Variante des Arbeiters. Auch er produziert gesellschaftlichen Mehrwert, den der Arbeitgeber abschöpft und einbehält, das ist: sich aneignet. Die Arbeit der Angestellten mag im Vergleich zum klassischen Arbeiter körperlich weniger, dafür aber häufig psychisch mindestens genauso aufzehrend sein. Ist der Angestellte gegenüber dem klassischen Arbeiter finanzielle leicht bessergestellt, muß er doch ebensosehr sein Leben lang seine Arbeitskraft verkaufen, so er nicht zufällig erbt oder in der Lotterie gewinnt oder was immer sonst die gelegentliche Fluktuation ermöglichen mag.
Zum Warenkapitalismus, der notwendig auf die wirkliche Güterproduktion und – konsumption angewiesen ist, hat sich der davon (inzwischen) völlig unabhängige Finanzkapitalismus gesellt. Der Finanzmarkt scheint zwar in einigen Fällen noch mit dem Warenmarkt verbunden, zum Beispiel wenn man auf Lebensmittel spekuliert. Der Schein trügt jedoch. Worauf hier tatsächlich spekuliert wird, ist nicht, was tatsächlich an Lebensmitteln produziert, konsumiert und benötigt wird, sondern wie sich Tendenzen abzeichnen. Dem verstandestätigen Auge bleibt dabei, trotz des pseudowissenschaftlichen Anstrichs, nicht verborgen, worum es sich tatsächlich handelt: Glücksspiel.
Der Finanzmarkt beschleunigt den typischen Gang des kapitalistischen Wirtschaftens auf (sogenannten) freien Märkten: Oligopole enstehen, indem Unternehmen andre Unternehmen und damit zusätzliches Kapital absorbieren. Selbst auf einem idealen Markt, auf welchem jeder unter den gleichen Bedingungen anfinge (was in Wirklichkeit selbstredend niemals der Fall ist), setzten sich früher oder später einige gegen andre durch, so daß die Oligopole entstünden. Der Finanzmarkt erleichtert die Oligopolbildung, weil mit real nicht vorhandenem Kapital mehr Kapital akkumuliert werden und theoretisch ad indefinitum erhöht werden kann. Der Zweck der weiteren Akkumulation über die Realwirtschaft und deren Verhältnisse hinaus besteht dabei nicht darin, wie man zunächst vermuten könnte, mehr Besitz in materiellem Sinne aufzuhäufen. Die herrschende Klasse kann bereits heute und seit einigen Jahrzehnten alle Waren und Dienstleistungen der Realwirtschaft aufkaufen. Selbst bei ausschließlichem Konsum von Luxusgütern könnten die Reichsten der Reichen ihr Vermögen nicht vollständig aufbrauchen.
Es verhält sich vielmehr folgendermaßen. Mit dem Besitzstand geht die Macht einher, die ein Mensch innezuhaben beziehungsweise auszuüben vermag. Es folgt eine klassische Pawlowsche Konditionierung. Klingelt man jeweils, bevor man einem Hund Futter gibt, mit einer Glocke, so beginnt bei ihm früher oder später der Speichelfluß schon beim Ertönen der Glocke, das ist: bevor der eigentliche, ursprüngliche Auslösereiz, nämlich die Nahrungsaufnahme, einsetzt. Es entsteht eine positiv besetzte Assoziation zu dem ursprünglich neutralen Reiz des Klingelns der Glocke.
Ähnliches gilt für die unendliche Kapitalakkumulation. Diese wird mit Macht positiv assoziiert und entwickelt sich schließlich zu einem Selbstzweck. Wie O’Brien in Orwells Nineteen Eighty-Four sagt: Macht um der Macht willen. So auch die Kapitalakkumulation: Akkumulation um der Akkumulation willen.

How does the BS operate? (c)

That the socio-economic conditions have diversified since the transition from the ES to the BS has done nothing to change the basic conditions. Thus, there is a constant fluctuation between both classes: Some move up the ladder, some move down the ladder. The exception proves the rule, however. Today, property is usually inherited. A lottery win can catapult a destitute person to the top. Those who miscalculate can fall to the bottom. But as a rule, class members remain at their starting positions.
The employee is a modern variant of the worker. He also produces social value that the employer deducts and siphons off, that is appropriates to himself. The work of employees may, in comparison to the classical worker, be physically less, but mentally exhausting just as often. Although the employee is, compared to the classical worker, slightly better off financially, he is required to sell his manpower just as much all his life, unless he accidentally inherits or wins the lottery or whatsoever else may make the occasional fluctuation possible.
Goods capitalism, which necessarily depends upon the actual production of goods and the consumption thereof, has been joined by a (now) independent financial capitalism. The financial market seems indeed in some cases linked to the goods market, for example, in case of speculation in food. Appearances are deceptive, however. What is actually speculated in here is not the actually produced, consumed, and required amount of food, but how trends emerge. It does not remain hidden from the rational mind, despite the pseudo-scientific veneer, what this actually is: gambling.
The financial market accelerates the typical process of capitalist economy on (so-called) free markets: oligopolies are formed by the absorption of companies by other companies, and thus of additional capital. Even on an ideal market, where everyone would begin under the same conditions (which, of course, is never actually the case), sooner or later some would prevail over others, so that the oligopolies would arise. The financial market facilitates the creation of oligopolies because with in reality not existing capital, more capital can be accumulated and theoretically increased ad indefinitum. The purpose of the further accumulation of capital beyond the real economy and its conditions does not, as one may initially assume, consist in amassing more possessions in the material sense. Today, the ruling class can, and has been able to do so for several decades already, buy up all goods and services in the real economy. Even in case of the exclusive consumption of luxury goods, the richest of the rich could not use up their assets completely.
The truth is rather this. With acquis, there comes along the power a person can hold or wield. What follows is a classic Pavlovian conditioning. If one rings a bell each time before giving a dog food, sooner or later its salivation will commence at the sound of the bell, that is, before the actual, original triggering stimulus, namely the feeding. The result is a positive association with the initially neutral stimulus of ringing the bell. The same applies to the endless accumulation of capital. It is positively associated with power and eventually evolves into an end in itself. As O’Brien in Orwell’s Nineteen Eighty-Four says: power for power’s sake. Thus the accumulation of capital: accumulation for accumulation’s sake.

Einige Gedanken zu gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklungen und Veränderungen: Teil VII / Some Thoughts on Social Structures, Developments, and Changes: Part VII

Wie funktioniert die BG? (b)

Die zahlenmäßige Überlegenheit der wenig begüterten Bevölkerung muß die Bourgeoisie nicht bekümmern, solange sichergestellt bleibt, daß

  • (i) die unterdrückte, ausgebeutete Bevölkerung ihres wahren Zustandes nicht gewahr wird und
  • (ii) die unterdrückte, ausgebeutete Bevölkerung ihre Energien nicht zu bündeln und wider die Unterdrücker und Ausbeuter zu richten vermag.

Zur Aufrechterhaltung der BG, die notwendig Klassengesellschaft ist, bedient sich die herrschende Klasse mehrerer Mittel.

  • (1) Die arbeitende Bevölkerung, die mit Hilfe ihrer Arbeitskraft sämtliche gesellschaftliche Güter des Warenmarktes hervorbringt, wird permanent um den erzeugten Mehrwert der von ihr erzeugten Waren betrogen. Wiewohl der Arbeiter mit seiner Arbeitskraft dem Rohstoff das Wesentliche hinzufügt und ihn gesellschaftlich überhaupt erst nutzbar macht, behält sich der Kapitalist vor, dem Arbeiter den schon zu geringen Lohn durch den Verkauf des Produktes wieder abzunehmen – und betrügt ihn damit gleich doppelt.

  • (2) Die arbeitende Bevölkerung wird stets auf einer ökonomischen Ebene gehalten, welche nichts anderes als einen Kampf ums Überleben darstellt. Die hierzu benötigten Energien lassen sich nicht mehr für den Widerstand mobilisieren, sondern bleiben permanent in einen klasseninternen Kampf eingebunden – sie werden und bleiben neutralisiert.
    Bildung und Verteilung materiellen Wohlstandes spielen hierbei eine gleichermaßen bedeutende Rolle, denn materieller Wohlstand erlaubt den Zugang zu Bildung sowohl als die Muße zur allgemeinen und mithin gesellschaftspolitischen Reflexion. Kommt die Bevölkerung auch nur zeitweise in den Genuß von Bildung und materiellem Wohlstand, besteht sowohl die Gefahr, daß sie ihren wirklichen Zustand erkennt, als diejenige, daß sie ihre Energien durch Frustration und Wut um ein Vielfaches potentiert, zu bündeln und endlich wider ihre Unterdrücker und Ausbeuter zu richten.
    Tritt demzufolge vermehrt Widerstand aus der Bevölkerung auf, muß die herrschende Klasse den Lebensstandard senken, Bildungszugang erschweren bis verunmöglichen und die wenigen Intellektuellen, darunter Journalisten und die parlamentarische, namentlich aber außerparlamentarische Opposition, durch repressive Maßnahmen (Einsatz von Polizei und Militär wider die eigene Bevölkerung) einschüchtern.

  • (3) Die doppelte Funktion der Ehe. In der BG erfüllt die Institution der Ehe dieselben zwei Funktionen als in der SG. Einerseits ermöglicht sie die Besitzstandswahrung mit der einhergehenden Macht durch Verschwägerung der herrschenden Klasse untereinander, zum anderen sorgt sie in der unterdrückten, ausgebeuteten Klasse für (a) Nachwuchs der Ressource Humankapital und (b) Förderung des Überlebens- und damit klasseninternen Kampfes.
    Religiöse Einwände wider die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern dient nur als Vorwand. Die gleichgeschlechtliche Ehe erzeugt keinen Nachwuchs, womit weder Besitzstandswahrung der Eliten noch der Nachwuchs an Humankapital gewährleistet bleiben. Dies ist der wirkliche Grund für die Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe.
    Sollte die Ehe nämlich nach Vorstellung des 18. Jahrhunderts als Vereinigung zweier Liebender verankert werden, bedürfte es gar keiner gesonderten Regelung.

  • (4) Ideologische Gleichschaltung der Medien, permanente Propaganda. Die Medien dienen in ihrer Mehrzahl nicht der freien Informationsverbreitung und -zugänglichkeit. Sie sind vielmehr das Propagandasprachrohr der herrschenden Klasse. In der BG gelten die Medien zwar nicht als gesetzlich gleichgeschaltet, müssen aber auf Grund ihrer Konzentration in der Hand weniger Großkonzerne als ideologisch gleichgeschaltet angesehen werden.
    Die Diversifikation der Medien erlaubt es mittlerweile, die Bevölkerung permanenter Propaganda auszusetzen und mithin abzulenken, ihre Energien zu zerstreuen und wider einander zu richten.

How does the BS operate? (b)

The numerical superiority of the sparsely prosperous population need not trouble the bourgeoisie as long as it is guaranteed that

  • (i) the oppressed, exploited population does not become aware of its true condition and
  • (ii) the oppressed, exploited population remains unable to pool its energies and turn them on the oppressors and exploiters.

For the maintenance of the BS, which necessarily is a class society, the ruling class employs several means.

  • (1)

    The working population, who, by means of its manpower, yields all socials goods for the market, is permanently cheated out of the surplus value of the goods yielded by them. Although the worker adds the substantial amendments to the raw material by means of his manpower and thus makes it socially usable in the first place, it is for the capitalist to take away the already too low wages from him time and again by selling the product to him – and thereby tricks him twice.

  • (2)

    The working population is kept upon an economic level, which is nothing more than a struggle for survival. The energies required for this can no longer be mobilized for resistance, but remain permanently embedded in a great internal struggle – they are and remain neutralized.
    Formation and distribution of material wealth play an equally important role, because material wealth allows access to education as well as the leisure to general and hence socio-political reflection. Is the population even temporarily to benefit from education and material wealth, there is both a risk that it recognizes its true condition, and that it increases its energies by frustration and anger many times over, pools and finally turns it on its oppressors and exploiters. If, consequently, resistance from the population arises more often, the ruling class must lower the standard of living, make the access to education more difficult or even impossible, and intimidate the few intellectuals, including journalists, parliamentary, and especially extra-parliamentary opposition, by repressive measures (deployment of police and military against their own people).

  • (3) The dual role of marriage. In the BS, the institution of marriage fulfills the same two purposes as in the ES. On the one hand, it allows grandfathering including the associated power through intermarriage of the ruling class among itself, on the other hand, it guarantees among the oppressed, exploited class (a) procreation of the resource of human capital and (b) promotion of the struggle for survival and and thereby class-internal struggle.
    Religious objections to the marriage of same-sex partners is just an excuse. Same-sex marriage does not produce offspring, which leaves no guarantee for grandfathering of the elites or for the procreation of human capital. This is the real reason for the rejection of same-sex marriage.
    For if marriage, according to the idea of the 18th century, were to be established as the union of two lovers, no separate regulation would be required.

  • (4) Ideological conformity of the media, constant propaganda. In their majority, the media are not for the free dissemination of information or its accessibility. They are rather the propaganda mouthpiece of the ruling class. In the BS, the media are not considered legally forced into line, but, due to their concentration within the hands of a few large corporations, to be considered ideologically in line.
    The diversification of the media allows by this time to expose the population to permanent propaganda and thus distract it, to divert its energies and make it turn them on one another.

Einige Gedanken zu gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklungen und Veränderungen: Teil VI / Some Thoughts on Social Structures, Developments, and Changes: Part VI

Wie funktioniert die Bürgerliche Gesellschaft (BG)? (a)

Schon der Begriff des ›Bürgers‹ ist im deutschen Sprachgebrauch irreführend, da zweideutig. Während das Englische und das Französische dem ›bourgeois‹ jeweils den ›citizen‹ und den ›citoyen‹ gegenüberstellen, kennt das Deutsche sowohl für den Bourgeois als für den Staatsangehörigen lediglich den einen Begriff: ›Bürger‹. Inwiefern dahinter eine bestimmte Absicht stecken mag, sei einmal dahingestellt.
Im Gegensatz zur Ständischen Gesellschaft (SG) beruht die Macht in der BG allein auf Besitzverhältnissen. Alles weitere folgt aus diesen. Die SG legitimierte sich religiös. Die gesellschaftlichen Strukturen galten als gottgegeben und -gewollt, so daß jedwedes Bestreben, an dieser Ordnung zu rütteln, von vornherein delegitimiert war. Gott als Weltschöpfer und -lenker konnte per definitionem nicht in Frage gestellt werden: Allwissenheit, ein Attribut, welches Wissen über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft einschließt, sowie Allgüte, welches Attribut den göttlichen Plan ausschließlich zum Bestmöglichen verpflichtet, machen die Instanz Gottes und damit dessen Willen und Handeln unangreifbar. Daß die Attribute Allmacht und Allwissenheit einander widerstreiten, einander ausschließen; daß ferner das Theodizee-Problem keine befriedigende Antwort erhalten hat; daß Allgüte nicht einmal ein notwendiges Attribut eines vollkommenen Wesens ist; all das mußte Adel und Klerus, den ersten Stand, in der SG nicht kümmern. Wahrhaft religiöse Menschen haben den Satz, Gottes Wege seien (abgesehen von den jeweiligen religiösen Führern) für den Menschen unergründlich, verinnerlicht. Dem untersten Stand, der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung von ungefähr 98 %, zumeist Bauern, blieben die theologischen Weisheiten der Kirche ohnedem unverständlich und fremd, wie Emmanuel Le Roy Laduries Autour de Montaillou – un village occitan; histoire et religiosité d’une communauté villageoise au Moyen Âge exemplarisch belegt.
Die Personenverbandsgesellschaft – von ›Personenverbandsstaat‹ zu sprechen heißt bereits, neuzeitliche Konzepte auf die Vergangenheit zu übertragen – fußte namentlich und wesentlich auf den Verpflichtungen zwischen einzelnen Personen. Rechtsprechung erfolgte in der Regel auf Grund von Improvisation (Urkundenrecht), die allzuleicht zu manipulieren war (Urkundenfälschung), da man Urkunden weder archivierte noch Kopien von ihnen anfertigte. Die Macht der Herrschenden, insonderheit der Könige, stand unter andrem ebendarum auf besonders fragilen Füßen. Die Macht eines Königs basierte des weiteren auf der Bindung an seine Vasallen, deren Macht wiederum auf der von ihnen beherrschten Bevölkerung basierte. Dieses Bindungssystem machte die gesamte welchtliche Herrschaft leicht angreifbar, und zwar bezüglich des gesamten ersten Standes.
In der BG existiert diese Fragilität nicht. Zwar hängt die Macht von Individuen erheblich von der Gunst bestimmter Interessengruppen ab, nicht jedoch die Macht der Bourgoisie als solcher. In der BG gibt es keine persönlichen Bindungen im Sinne der SG. Die Mächtigen verbindet in der BG lediglich der Besitzstand, die damit verbundene Macht und schließlich das Interesse daran, beides zu erhalten.
Die BG legitimiert sich zunächst rein materialistisch, griff aber letztlich doch wieder auf die (christliche) Religion zurück, wie Friedrich Engels schildert. Heute hingegen scheint die BG eine doppelte Strategie zu verfolgen, indem sie sich auf beides – obzwar einander widerstreitend – beruft. Sie hat sich, mit andren Worten, Orwells Konzept des ›doublethink‹ zu eigen gemacht, das ist, zwei einander widerstreitende Aussagen gleichzeitig für wahr zu halten. Es ist die BG als Gesellschaftsform folglich eine Naturnotwendigkeit (materialistisch) oder eine gottgegebene und -gewollte Ordnung (religiös) oder beides.

How does the Bourgeois Society (BS) operate? (a)

Even the term of the ‘Bürger’ is misleading in German usage because it is ambiguous. While English and French contrast the ‘bourgeois’ with ‘citizen’ and ‘citoyen’, respectively, German has only one term for both the bourgeois and the national subject: ‘Bürger’. To what extent there may be an itention to this, may remain undecided.
In contrast to the Estates-based Society (ES), in the BS, power is based solely upon property relations. Everything else follows therefrom. The ES legitimized itself religiously. Social structures were considered God-given and -ordained, so that every endeavour to undermine this order was delegitimized from the outset. God as the world’s creator and controller could not be called into question by definition: Omniscience, an attribute which includes knowledge about the past, the present, and the future, and omnibenevolence, which attribute committed the divine plan exclusively to the best possible, made the authority of God, and thus His will and action, unassailable. That the attributes of omnipotence and omniscience conflict with each other, exlude each other; that furthermore the theodicy problem has received no satisfactory answer; that omnibenevolence is not even a necessary attribute of a perfect being; all of that did not have to trouble the nobility and the clergy, the first estate, in the ES. Truly religious people have internalized the sentence, God’s ways are (with the exception of the respective religious leaders) unfathomable for humans. To the third estate, the overwhelming majority of the population of about 98%, mostly peasants, the theological pearls of wisdom of the Church had to remain incomprehensible and alien, anyway, as Emmanuel Le Roy Ladurie’s Autour de Montaillou – un village occitan; histoire et d’une religiosité communauté villageoise au Moyen Âge demonstrates exemplarily.
The Association-of-Persons-based Society – even speaking of an ‘Association-of-Persons state’ means to transfer modern concepts to the past – was based particularly and substantially upon the obligations between individuals. Jurisdiction was usually carried out upon the basis of improvisation (legal documents), which was all too easy to manipulate (forgery), since legal documents were neither archived nor were any copies made of them. The power of the rulers, and more especially of the kings, was, among other things, for this very reason built upon a particularly fragile foundation. The power of a king was also based upon his ties to his vassals, whose power, in turn, was based upon the population they ruled. This loyalty system made the whole secular rule particularly vulnerable to attack, and that with respect to the entire first estate.
In the BS, this fragility does not exist. The power of individuals depends significantly upon the favour of certain interest groups, but not the power of the bourgeoisie as such. In the BS, there are no personal ties in the sense of the ES. In the BS, the only thing common to those in power are acquis, the power associated therewith, and eventually the interest to retain both.
The BS initially legitimized itself in purely materialistic terms, but ultimately resorted to (the Christian) religion, as Friedrich Engels describes. Today, by contrast, the BS seems to follow a dual strategy by invoking both – albeit contradicting – rationalizations. It has, in other words, adopted Orwell’s concept of ‘doublethink’, which is to hold two conflicting statements to be true simultaneously. It is the BS, as a form of society, therefore, a natural necessity (materialistic) or a God-given and -ordained order (religious), or both.

Einige Gedanken zu gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklungen und Veränderungen: Teil V / Some Thoughts on Social Structures, Developments, and Changes: Part V

Die herrschende Klasse kann sich heute besser und einfacher vernetzen, einander stützen und gleichzeitig die Bevölkerung kontrollieren als jemals zuvor. Niemals zuvor standen die persönlichen und, wichtiger noch, die damit verknüpfbaren politischen Gesinnungen den Herrschenden in so großem Maße zur Verfügung. Zugleich war es niemals zuvor so einfach, auf diese Informationen zuzugreifen, sie zu manipulieren und zu mißbrauchen. Und welche Möglichkeit immer besteht, die Besitz- und Machtverhältnisse zu wahren, die herrschende Klasse wird sie nutzen. Skrupel, Moral, Wertvorstellungen spielen dabei keine Rolle. Sie sind nonexistent – was die herrschende Klasse freilich nicht daran hindert, solche vorzutäuschen und ihren Kritikern die eigne Praxis zu unterstellen. Besitz- und Machtverhältnisse gehen der besitzenden und mächtigen Klasse allem andren vor. Was sie tun können, werden sie tun. Was sie tun lassen können, werden sie tun lassen.
Aus ebendiesen Gründen – strikt konservatives Denken und bedingungsloser Machterhaltungswille – besteht keine Hoffnung auf eine grundlegende Umwälzung auf parlamentarischem Wege oder durch den Appell an die Einsicht der herrschenden Klasse. Einzig die Revolution kann die Bürgerliche Gesellschaft (BG) beseitigen, überwinden. Die sogenannte parlamentarische Demokratie samt des Mythos der Interessenvertretung der Bevölkerung durch »gewählte« Politiker ist dasjenige Instrument, welches es der herrschenden Klasse gestattet, die BG zu perpetuieren. Parlamentarische Partizipation ist eine Illusion, ebenso wie ihre Wirksamkeit.
Bereits die Art der Gründung der Bundesrepublik verdeutlicht dies. So versammelten sich 1948 im Schloß Chiemsee Juristen und erarbeiteten eine δημοκρατίαν1, eine Demokratie ohne δῆμον1, ohne Volk. Karl Unger, den es sich umfangreich zu zitieren lohnt, schreibt diesbezüglich aufschlußreich:

Das zweite Grunddatum, das Grundgesetz, spielte für die Entwicklung des politischen Selbstverständnisses der Westdeutschen erst Jahre nach seiner Verabschiedung eine kontinuierlich wichtige Rolle. Aber der Mythos von der demokratischsten aller deutschen Verfassungen existierte von Anfang an. Am 1. Juli 1948 waren den Ministpräsidenten der Westzonen die sogenannten »Frankfurter Dokumente« übergeben worden, die die Empfehlungen der Militärgouverneure enthielten, bis zum 1. September 1948 einen Parlamentarischen Rat einzuberufen, der eine Verfassung beraten sollte. Die Ministerpräsidenten der westlichen Zonen beriefen daraufhin eine Konferenz nach Koblenz ein, wo sie wenige Tage später den Beschluß faßten, die Empfehlung zur Bildung einer deutschen Nationalversammlung zurückzustellen bis zur Möglichkeit einer gesamtdeutschen Regelung und der Wiederherstellung der deutschen Souveränität. Diese Entscheidung lief allerdings den Vorstellungen der US-amerikanischen und britischen Militärregierung derart zuwider, daß sie revidiert werden mußte. Um noch verbliebene Bedenken auszuräumen, konzedierten die Militärgouverneure die Bezeichnung der neuen Verfassung als bloßes »Grundgesetz«. Ihr Auftrag ging an die elf Ministerpräsidenten der drei westlichen Besatzungszonen und die hatten durchgesetzt, daß nicht das Volk über das Grundgesetz abstimmen, sondern es von einer Zweidrittelmehrheit der Landtage ratifiziert werden sollte. Die Zusammensetzung des Parlamentarischen Rates, der am 1. September 1948 in Bonn seine Arbeit aufnahm, mit je 27 Mitgliedern der SPD und CDU/CSU, fünf der FDP und je zwei der KPD, der Deutschen Partei und des Zentrums, legte trotz der knappen bürgerlichen Mehrheit einen Verfassungskompormiß zwischen den beiden großen politischen Lager nahe. Auf Einladung der bayrischen Staatsregierung hatte sich vom 10.–25. August auf Herrenchiemsee ein Vorkonvent aus Vertretern aller Länder zusammengefunden. Die Arbeit dieser Verfassungsexperten erfolgte unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Die Teilnehmer waren nicht Vertreter des sozialen und politischen Lebens, sondern Juristen, die zum Teil im Staatsdienst des Dritten Reiches gestanden hatten. War bei der Ausarbeitung der Länderverfassungen noch der tragende Gedanke gewesen, der Untergang der Demokratie sei dem Widerspruch zwischen politischer Verfassung und sozialökonomischen Machtverhältnissen geschuldet, so wurde er »nun durch die Illusion der Juristen, er sei vor allem auf rechtstechnische Mängel der Verfassungs zurückzuführen, die der ›Staatsautorität‹ und ›Stabilität‹ zu wenig Achtung gezollt habe, verdrängt«.
Im Herrenchiemsee-Bericht, der die wichtigste Grundlage der (sic!) Parlamentarischen Rates wurde, war deshalb, wie der Jurist und Politikwissenschaftler Wolfang Abendroth formulierte, die »Umformung rechtsstaatlichen Denkens in justizstaatliches Denken angelegt«.

[…]

… Das Selbstverständnis der separat gegründeten Republik war das eines »Kernstaats«, der durch den Anschluß anderer Teile Deutschlands zu ergänzen sein wird. Die Präambel, Art. 23 und Art. 116 drücken dies ebenso wie die Kontinuität deutscher Staatlichkeit indirekt aus. … Am 12. Mai richteten die drei Militärgouverneure (Clay, Robertson und Koenig) ein »Genehmigungsschreiben« an den Ratspräsidenten Adenauer, das eine Reihe von Vorbehalten über die Vollmachten der Alliierten und den Status Berlins enthielt. Der Verfassungstext wurde daraufhin den Landtagen zur Ratifizierung unterbreitet, die mit Ausnahme des bayrischen alle ihre Zustimmung geben (sic!). Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft. Vor der Transformation der Bundesrepublik in einen souveränen Staat stand demnach fest, daß die wesentliche Aussage der Präambel, »hat das deutsche Volk in den Ländern (…) kraft seiner verfassungsgebenen Gewalt dieses Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beschlossen«, eine Fiktion war: Höchstens nachträglich durch seine Beteiligung an der ersten Bundestagswahl hat das Volk die Beschlußfassung der nur – und das auch ohne Auftrag der Wähler dieser Parlamente – durch die Landtage gewählten Mitglieder des Parlamentarischen Rates akklamiert.
Wolfgang Abendroth sah das Grundgesetz als Kompromiß: »… Vor allem wurde in der Präambel und im Artikel 146 der Vorbehalt des provisorischen Charakters des Grundgesetzes gesichert, der den Raum für eine endgültige echte Verfassung des deutschen Volkes als einer Einheit offenhalten wollte. …«
Die entscheidende Frage für die zukünftige Entwicklung war, wie sich das Verhältnis von Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit entwickeln würde. Hatte doch der Parlamentarische Rat als hauptsächliche Lehre aus der Vergangenheit gezogen, den Volksmassen zu mißtrauen, weshalb sein Ziel war, eine konstitutionelle Demokratie ohne Beteiligung der Massen zu errichten, was in letzter Instanz auf eine Demokratie ohne »demos« hinauslief.

Die wesentlichen Entscheidungen trifft nicht das gesamte Parlament, das immerhin noch halbwegs kontrollierbar bleibt. Dort werden nur Belanglosigkeiten verhandelt. Die wichtigen und weittragenden Entscheidungen fallen hinter den Coulissen in kleinen, kaum oder gar nicht kontrollierbaren Gremien, auf welche Großkonzerne und Banken maßgeblich Einfluß nehmen. Alle Parteien und beinahe alle Politiker beugen sich dem Finanzdikatat der Besitzenden. Sie sind oder werden Teil davon. Deshalb kann nur die Zerschlagung der Machtkartelle diesem Mißstand abhelfen.

Nowadays, the ruling class has better and more easily available possibilities to network among itself, to support one another, and control the population than ever before. Never before were personal and, more importantly, political convictions more easily available to the rulers to such a large extent. Likewise, it was never before so easy to access this information, to manipulate and misuse it. And whatsoever means there is to maintain the property and power relations, the ruling class will apply it. Qualms, morals, and values do not matter. They are non-existent – which, however, does not prevent the ruling class from pretending such and accusing its critics of its own practice. Property and power relations override everything for the owning and powerful class. What it can do, it will do. What it can have done, it will have done.
For these very reasons – a strictly conservative mind and an absolute will to maintenance of power –, there is no hope for a fundamental change via parliamentary means or an appeal to the ruling class’s reason. Parliamentary participation is an illusion, just as its effectivity.
Even the founding of the Bundesrepublik (Federal Republic of Germany) elucidates this. Thus, in 1948, jurists gathered at the castle of Chiemsee and elaborated a δημοκρατίαν3, a democracy, without δῆμον3, without the people. Karl Unger, whom to cite at length is worth while, writes concerning this matter insightfully:

The second basic datum, the Grundgesetz (Basic Law, a provisional constitution), played a continuous role for the development of the political self-conception of the West Germans only years after its enactment. But the myth of the most democratic of all German constitutions existed from the beginning. On July 1st, 1948, the prime ministers of the western zones had been given the so-called ‘Frankfurter Dokumente’ (‘Frankfurter documents’) which contained recommendations by the military governors to convene a parliamentary council supposed to discuss a constitution. Thereupon, the prime ministers of the western zones convened a conference at Koblenz, where they made the decision to postpone the recommendation of forming a German National Assembly until the possibility of a pan-German regime would be available and the restoration of German sovereignty. This decision, however, ran so contrary to the conceptions of the US-American and British military government that it had to be revised. In order to clear up remaining qualms, the military governors conceded the label of a mere ‘Grundgesetz’ (Basic Law) for the new constitution. Their charge was awarded to the eleven prime ministers of the three western occupation zones, and they had got their demand accepted that not the people should vote upon the Grundgesetz, but that it should be ratified by a supermajority of two thirds by the federal states parliaments. The constitution of the Parliamentary Council, which began its work on September 1st, 1948, in Bonn, with 27 members of SPD and CDU/CSU, respectively, five of FDP, and two of KPD, German Party, and Centre, respectively, prompted, despite the slim bourgeois majority, a constitutional compromise between the two political camps. At the invitation of the Bavarian federal government, a pre-assembly of representatives of all federal states had gathered at Herrenchiemsee from August 10th–25th. The work of these constitutional experts took place in camera. The participants were not representatives of social and political life but jurists who, to some extent, had been part of the civil service of the Third Reich. While at the elaboration of the constitutions of the federal states the fundamental thought had been that the downfall of democracy had been owing to the conflict between political constitution and socio-economic power relations, it was ‘now displaced by the jurists’ illusion it is, for its most part, to be credited to technical judicial deficiencies of the constitution which allegedly paid not enough attention to “state authority” and “stability”.
In the Herrenchiemsee report, which became the most important foundation of the Parliamentary Council, was, therefore, as the jurist and political scientist Wolfgang Abendroth worded it, layed out the ‘transformation of a constitutional mind to a judicial mind.’

[…]

… The self-conception of the separate republic was that of a ‘core state’ which is to be complemented by means of annexing further parts of Germany. The preamble, art. 23, and art. 116 indirectly reveal this as much as the continuity of German statehood. On March 12th, the three military governors (Clay, Robertson, and Koenig) addressed a ‘letter of approval’ to the president of the council Adenauer which contained a number of reservations as to the allies’ authority and the status of Berlin. Thereupon, the constitutional text was submitted to the parliaments of the federal states for ratification which, with the exception of that of Bavaria, all gave their approval to. On March 23rd, 1949, the Grundgesetz became effective. Thus, before the transformation of the Federal Republic to a sovereign state, it was certain that the essential statement of the preamble, ‘the German people has, in virtue of its constituent authority, passed this Grundgesetz of the Federal Republic of Germany’, was a fiction: At best, the German people has, by means of its participation in the first election of the Bundestag (German Federal Parliament), acclaimed the version to be passed – again, without charge by the voters of these parliaments – just via the members of the Parliamentary Council elected by these federal states parliaments. Wolfgang Abendroth saw the Grundgesetz as a compromise: ‘… The provisional character of the Grundgesetz was ensured especially in the preamble and the art. 146, which was intended to keep open the door for a final real constitution of the German people as a unit. …’
The decisive question for the future development was how the relation between constitutional law and constitutional reality would develop. For the Parliamentary Council had concluded as the main lesson from the past
to mistrust the masses of the people, for which reason its aim was to establish a constitutional democracy without the participation of the masses, which, in the last analysis, amounted to a democracy without ‘demos’.4

Not the entire parliament, which remains at least partially controllable, makes the significant decisions. There, only trivialities are debated. The important and far-reaching decisions are made behind the curtain in small, hardly or not at all controllable committees which are decisively influenced by major corporations and banks. All parties and almost all politicians bow to the financial dictation of the property owners. They are or become part of it. For this reason, only the divestiture of the power cartels can remedy this deplorable state of affairs.

Anmerkungen/Notes
1. Ich habe mich hier für die Kasusrektion des Deutschen mit den entsprechenden altgriechischen Flexionen entschieden. Die Alternative bestünde darin, die Flexionen an der altgriechischen Kausrektion auszurichten, welche den Genitiv, das ist jeweils: δημοκρατίης und δῆμου, verlangt.
2. Unger, Karl: Der Weg nach oben. Geschichte Westdeutschlands und der Bonner Republik; Köln: PapyRossa Verlag, 2013 (erscheint Anfang März); 4. Kapitel, »Neuordnung und Kalter Krieg«. Zitiert nach einem Vorabdruck in der Ausgabe der jungen Welt vom 25. Februar 2013, Nr. 47, S. 10 f. (Hervorhebungen durch Kursivierung von mir.)
3. I chose the English case government with the according old-Greek inflections here. The alternative would be to adjust the inflections to the old-Greek case government which requires the genitive, that is, respectively: δημοκρατίης and δῆμου.
4. Unger, Karl: Der Weg nach oben. Geschichte Westdeutschlands und der Bonner Republik; Köln: PapyRossa Verlag, 2013 (erscheint Anfang März); 4. Kapitel, »Neuordnung und Kalter Krieg«. (The Way to the Top. The History of West Germany and the Republic of Bonn; Cologne: PapyRossa Verlag, 2013 (forthcoming in early March); 4th Chapter, ‘Reform and Cold War’. Cited from a preprint of the February 25th, 2013 issue of junge Welt (young World; German daily newspaper), no. 47, pp. 10 f. (Emphases by means of italicizing by me.) (English translation, including titles and names, by me.)

Einige Gedanken zu gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklungen und Veränderungen: Teil IV / Some Thoughts on Social Structures, Developments, and Changes: Part IV

Es fragt sich unterdes, inwieweit Orwell mit seiner Einschätzung recht hat, früher oder später komme der Zeitpunkt, an welchem die Herrschenden das Vertrauen in ihre Fähigkeit, effizient zu herrschen, verlören, so daß sie infolgedessen von den Mittleren überwältigt würden. Ich hielt diese Einschätzung zunächst für zutreffend, glaube aber mittlerweile, daß sie als Erklärung zu kurz greift. Sie ist monokausal ausgerichtet, als müßten die Mittleren tatsächlich darauf warten, daß die Oberen ihr Selbstvertrauen verlieren. Vielmehr gelingt es bisweilen den Mittleren oder einigen von den Unteren, die sich zugleich als Mittlere etablieren, die Oberen zu verunsichern, indem sie einen Teil des Kräftepotentials der Unteren, das ist: der Masse der Bevölkerung, bündeln und damit den Oberen vor Augen führen, wie fragil ihre Macht tatsächlich ist. Den Oberen gelingt es jedoch ebensooft, diese Teilmobilisierung durch stärkere Repressionen zurückzudrängen.
Wir erleben dies im Augenblick. Die Gewerkschaften wirken kraftlos, wiewohl es große und hartnäckige Arbeitsausstände gibt. Es mißlingt ihnen, ihre ohnedem bescheidenen Ziele auch nur annähernd zu erreichen. Tatsächlich stehen die Herrschenden derzeit kurz davor, die Gewerkschaften völlig zu entmachten. Dies findet zeitgleich in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Amerika statt.
England stellt unterdes den Repressionsstaat par excellence dar. Die zweifelsohne aus gesellschaftlichen Mißständen herrührenden Unruhen, namentlich durch die völlig vernachlässigte Jugend, weiß der Premierminister David Cameron einzig durch Repressionen und weitre Repressionen, nämlich dem verstärkten Einsatz von Polizei und Militär – im eignen Land, wider die eigne Bevölkerung! – zu beantworten.
Hier begegnet uns musterbeispielhaft das strikt konservative Denken. Cameron kann den eigentlichen Zusammenhang nicht erkennen, was daran liegen mag, daß er ihn nicht erkennen will. Dies muß aber nicht der Fall sein. Soziale Mißstände, die durch eine Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung zu beheben wären, können per se nicht in seinem Denken vorkommen. Solange die Oberen herrschen, verläuft für ihn alles in den richtigen, da gottgebenen Bahnen. Das Aufbegehren der Massen als Ausdruck der Unzufriedenheit muß ihm darum als Ungerechtigkeit fremd bleiben. Es liegt im Gegenteil der Mißstand notwendig im Ungehorsam der ausgebeuteten Klasse. Wenn nämlich die aktuale Ordnung als gottgebene und gottgewollte Voraussetzung gilt, folgt daraus logisch zwingend, daß sich versündigt, wer dawider aufbegehrt. Die einzig mögliche Reaktion liegt in der Repression, der Strafe und präventiven Einschüchterung.

Meanwhile, it must be asked to what extent Orwell is right in his assessment that sooner or later the time will come when the ruling class loses its confidence in its own powers to rule efficiently, so that, as a result, are overpowered by the middle. At first thought, I deemed this assessment correct, now, however, I believe that this falls short as an explanation. It is construed monocausally, as though the Middle actually needed to wait for the High to lose their confidence. Rather, at times, the Middle or some of the Low, who establish themselves as some of the Middle, succeed in unsettling the High by partially pooling the potential powers of the Low, that is: the mass of the population, thereby demonstrating to the High how fragile their power actually is. The High, however, succeed as often in repressing this partial mobilisation by stronger means of repression
We are witnessing this at the time being. The trade unions appear feeble, although there are big and tenacious strikes. They fail to accomplish their already modest aims, even to the smallest degree. In fact, the ruling class is about to finally deprive the trade unions of their power. This takes place at the same time in Germany and the United States of America. England meanwhile represents the state of repression par excellence. The only answer to the unrest, which doubtless is caused by the bad state of social affairs, especially by the completely abandoned young people, Prime Minister David Cameron can think of is repression and even more repression, namely the intensified implementation of the police and the military – in his own country, against his own people!
Here we encounter the strictly conservative mind par excellence. Cameron cannot discern the factual context, which may be because he does not want to discern it. This need not be the case, though. A bad state of social affairs, which may be remedied by improving the living conditions of the people, cannot exist in his mind per se. So long as the High rule, everything proceeds within the correct because God-ordained course for him. An uproar of the masses as an expression of discontent therefore has to remain alien to him as an injustice. On the contrary, the bad state of social affairs is necessarily owing to the disobedience of the exploited class. For if the actual order applies as a God-given and God-ordained premise, then it follows with logical necessity from this that those who revolt against it sin. The only possible reaction available is repression, punishment, and preventive intimidation.

Einige Gedanken zu gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklungen und Veränderungen: Teil III / Some Thoughts on Social Structures, Developments, and Changes: Part III

Je mehr die Masse der einfachen, unterprivilegierten Menschen damit beschäftigt ist zu überleben, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, daß sich ihre Energien wider die Privilegierten zu bündeln vermögen. Diese tun folglich gut daran, die Masse der Bevölkerung nicht nur fortwährend mit allerlei Propaganda zu füttern, sondern ihr zugleich die Lebensgrundlagen zu entziehen, wann und wo immer möglich.
Die Frage, die wir, welche die Gesellschaft verändern wollen, uns stellen und beantworten müssen, lautet daher: Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen? Anders gefragt: Wie können wir die Energien, die in der Bevölkerung zweifelsohne vorhanden und zu einer großen gesellschaftlichen Umwälzung, wie wir sie beabsichtigen, notwendig sind, bündeln und aufrechterhalten, bis die wichtigsten Maßnahmen abgeschlossen sind?
Danach müssen wir zudem gewährleisten, daß die gesellschaftlichen Strukturen sich nach und nach demokratisieren. Wie wäre dies zu bewerkstelligen? Und: Ab wann, das ist: unter welchen Umständen, ergibt es Sinn, die Staaten aufzulösen?

Was uns not tut, ist ein befreites Denken. Wann aber, das ist: unter welchen Umständen, kann das Denken befreit heißen?
Befreit heißt ein Denken, welches nicht an den Schranken einer gesellschaftlichen Mode haltmacht, nicht vor dem Zeitgeist zurückscheut oder sich demselben gar revisionistisch nähert, sondern sich innerhalb der Grenzen des Möglichen bewegt.
Es ist eigentlich trivial und muß doch stets aufs neue betont werden, daß kein Denken bedingungslos ist noch sein kann. Mit andren Worten, jedes Denken bedarf einer Grundlage. Befreit denken heißt demnach keineswegs bedingungslos denken. Befreit denken heißt vielmehr, immer die Möglichkeit einzuräumen, anders zu denken oder das Denken zu erweitern, und zwar im Rahmen all dessen, was sich nicht begrifflich selbst widerspricht.
Befreit denken heißt ingleichen, kontingente empirische Schranken wenigstens probehalber beiseite zu setzen, und zwar einzig um der Betrachtung (rein anschaulich, theoretisch) des Resultates willen. Kein solcher Gedanke führt notwendig zur Tat, weder zur nützlichen noch zur unnützlichen, weder zur guten noch zur schlechten.
Das Gegenteil des befreiten Denkens aber ist das strikt konservative Denken. Das strikt konservative Denken verläuft in einer ausschließlichen, geraden, (vermeintlich) alternativlosen Bahn. Es herrscht der allem zugrundeliegende Glaube an eine gottgegebene Ordnung vor. Demnach funktioniert die Welt nach einfachen, unabänderlichen Regeln und klaren Strukturen. Jedwedes Problem muß demzufolge von einem Abweichen von diesen Regeln oder einer Verletzung dieser Strukturen herrühren. Den Herrschenden obliegt es mithin, die gottgegebene, gottgewollte Ordnung wiederherzustellen.
Ein sach- und gesichtspunktgerechtes Differenzieren liegt dem strikten konservativen Denken hingegen fern. Mit andren Worten: Man weiß, was man zu denken hat.
Wiewohl das strikte konservative Denken objektiv falsch liegt, verschafft es der politischen Klasse der Herrschenden einen entscheidenden Vorteil hinsichtlich ihrer sozioökonomischen Interessen: Geschlossenheit im Denken sowohl als und namentlich im Handeln.
Der unterdrückten Klasse stellen sich demgegenüber zweierlei Probleme. Zum einen gibt es unter ihnen durchaus Intellektuelle, die nicht nur den Status quo und seine Ursachen sowie das Nötige zu seiner Beseitigung begreifen, sondern ingleichen brauchbare Ideen zur Fortsetzung des gesellschaftlichen Lebens nach dem Umsturz der alten Ordnung – in diesen Fällen der Bürgerlichen Gesellschaft (BG) – hervorbringen. Die Ideen sind indes kontrovers, weshalb über sie keine Einigkeit besteht, was das konkrete Handeln, namentlich aber das geschlossene Handeln, lähmt, wenn nicht gänzlich hindert. Für gewöhnlich setzen sich letztlich wieder autoritäre Ideen durch, welche lediglich der Etablierung einer neuen gesellschaftlichen Elite dienen.
Zum andren bleibt der Masse der Unterdrückten und Ausgebeuteten die notwendige Theorie hinter den Handlungen überhaupt verschlossen. Sie sind zeitlebens darauf konditioniert worden, der führenden Klasse zu folgen, den eignen Verstand nicht über das Notwendigste des Alltags hinaus zu gebrauchen. Im Gegenteil, man hält sie bewußt und intendiert dazu an, sich der von Medien und Unterhaltungsindustrie erschaffenen Welt der Illusionen hinzugeben. Dies isoliert sie voneinander und damit auch die Kräfte, die zum Widerstand, zur Revolution notwendig wären. Allein diese Maßnahmen der fortwährenden Isolation der Masse und ihrer Energien ermöglicht die Herrschaft der wenigen über die vielen.

The more the mass of ordinary, underprivileged people is occupied with survival, the lower the possibility for its energies to be pooled against the privileged. The latter therefore do well to not only constantly feed the mass of the population with all sorts of propaganda, but also to deprive them of their livelihoods whenso- and wheresoever possible.
The question that we, who want to change society, need to ask ourselves and have to answer is this: How can we break this vicious circle? Put another way: How can we pool and maintain the energies which doubtless are present in the population and are necessary for a great social upheaval, as we intend it, until the main actions to be taken have been completed?
Then we must also ensure that the social structures democratize gradually. How could this be done? And: When, that is: under what circumstances, will it make sense to dissolve the states?

What we need is a liberated mind. When, then, that is: under what circumstances, can a mind be called liberated?
Liberated is a way of thinking, which does not stop at the boundaries of a social fashion, not shying away from the zeitgeist or even converges to it in a revisionist manner, but moves within the limits of the possible.
It is trivial and yet must always be emphasized again that no mind is unconditional nor can be. In other words, every mind requires a foundation. Thus, a liberated mind by no means is to think unconditionally. A liberated mind is rather to always allow for the opportunity to think differently or extend the mind, in the context of everything that does not contradict itself conceptually.
A liberated mind is also to set aside contingent empirical barriers at least tentatively, solely for the sake of the consideration (purely descriptively, theoretically) of the result. No such thought necessarily leads to action, neither useful nor useless, neither good nor bad.
The opposite of a liberated mind, however, is a strictly conservative mind. The strictly conservative mind runs down an exclusive, straight path, (supposedly) without any alternative. The belief in a God-given order which underlies everything prevails. Thus the world works according to simple, unalterable rules and clear structures. Any problem must therefore be caused by a departure from these rules or any violation of these structures. Therefore, it is incumbent upon the rulers to restore the God-given, divinely ordained order. By contrast, nothing is further from the strictly conservative mind than to think in a differentiating manner, appropriate to the respective aspects.
Although the strictly conservative mind is objectively wrong, it gives the political class of the rulers a crucial advantage in terms of their socio-economic interests: unity in thought as well as, and especially in, action.
The oppressed class, in contrast, is presented with two kinds of problems. First, there are certainly among them intellectuals who understand not only the status quo and its causes, and the necessary steps to its disposal, but also produce useful ideas for the continuation of social life after the overthrow of the old order – in these cases, the bourgeoisie. The ideas are controversial, however, for which reasen there is no consensus about them, which paralyses, if not entirely prevents, concrete action, and especially collective action. Usually, authoritarian ideas which only serve to establish a new social elite will prevail again in the end.
On the other hand, the necessary theory behind the actions remains completely obscure to the masses of the oppressed and exploited. All their life, they have been conditioned to follow the leading class, to make no use of their own understanding beyond everyday necessities. On the contrary, they are deliberately and intentionally urged to abandon themselves to the world of illusions created by the media and the entertainment industry. Thus, they are isolated from one another and thereby also the powers required for resistance, for the revolution. Only these measures of continuous isolation of the masses and their energies enables the rulership of the few over the many.