Auf Gedeih und Verderb

Und wie – ? Am Ende soll’s nicht reichen?
Zwischen Vielfraß und Genie?
Ich befehle: auf die Knie!
Lang geschuldet, nicht gefällig,
alt und kalt und ungesellig;
werd auf harten Sohlen schleichen.

Und wie – ? Am Anfang gab’s das Zaudern nicht?
Über Ekel und Verstand?
Reißt dir Wunden in die Hand:
Weit gereist, doch nicht weit her,
fett und träge und zu schwer;
mußt ertragen dein Gesicht.

Und wie – ? Dazwischen liebten wir einander?
Unter Arroganz und Charme?
Blute: ach, mir wird schön warm!
Langer Athem, ohne Kleid,
schwimm im Fluß der Eitelkeit!;
Sommernächte zu durchwandern.

Und wie – ? Nun bist du gar noch hier?
Auf Gedeih gar und Verderb?
Bist der Schatten, den ich erb:
Schwarz und lang und unerbittlich,
schal und leer und unergründlich;
alle Wonne stirbt in dir.

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