Erinnerung

So kalt liegen auf Fadenmassen
Erinnerungen, die verblassen.
Aus Rache und aus blauem Dunst
wird aus den Leichen schöne Kunst,

die an dem Strand zuhaufe liegen
und sich im Morgen sanglos wiegen,
ganz wie ein Wind, der durch das Haar
dir streicht und dann, nach Tag und Jahr

vergessen ist. Und wir vermissen
die Stimme, die uns ins Gewissen
geredet und uns sanft gesagt,
daß uns nichts als die Sehnsucht plagt

nach Nähe, Wärme und nach Küssen.
Und weil wir Menschen lieben müssen,
gibt nichts uns mehr als dieses Sinn:
und endlich weiß ich, wer ich bin.

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