Was ich mir wünſche

Ich möchte doch in deine Augen ſinken,
aus deinem Lächeln Hoffnung trinken,
vom Sternenhimmel Lichter klauen
und dir daraus ein Häuschen bauen,
dich ſo durch Wald und Wieſen tragen,
dem ganzen Reſt der Welt entſagen,
und Herz an Herz mit dir nur ſchlafen,
dir Schiffchen ſein und ſichrer Hafen,
die deine Flagge nur noch hiſſen,
die deinen Lippen nur noch küſſen,
am Morgen schon dein Antlitz ſehen
und bis zum Horizonte mit dir gehen.

Bei dieſem Gedicht handelt es ſich um eines der wenigen meiner Gedichte, die mir auch nach Jahren noch gefallen. Vieles wirkt in dem Augenblick, in welchem man es verfaßt, weſentlich beſſer als im nachhinein. Kurioſerweise handelt es ſich bei dieſem Gedicht, zumal ein Liebesgedicht, zugleich um eines der einfachſten, die ich je verfaßt habe. Allein zuweilen dünkt gerade der ſonſt ſo oft verſchmähten Einfachheit eine ungewohnte Faszination innezuwohnen.

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