Spieglein, Spieglein, Macht und Geld: Wer tut das Absurdeste auf der ganzen Welt?

Kürzlich ließ Ghanas Präsident John Atta-Mills verlauten, er werde in seinem Land Homosexualität »niemals« legalisieren. Irgendwomit muß man sich schließlich beschäftigen, wenn man keine andren Probleme hat. Warum also nicht den Menschen genau vorschreiben, wen sie lieben und namentlich mit wem sie wann, wo und wie sexuelle Handlungen vollziehen dürfen? Insonderheit wenn positives Recht aufgrund natürlicher Voraussetzungen unerfüllbar ist, macht das Strafen, zum Beispiel in Form von Folter, besondren Spaß. Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, den Asiaten vorzuschreiben, die Augen »richtig« zu öffnen, den Schwarzen, sich weißzuwaschen, oder den Säuglingen, aufrecht zu gehen? Das machte doch ebensoviel Sinn, und man käme aus dem Strafen und Foltern gar nicht mehr heraus!
Allein Ghanas Präsident befindet sich international durchaus in guter Gesellschaft. Die Vereinigten Staaten von Amerika brechen einen Angriffskrieg nach dem andren vom Zaun, legitimiert durch die Vereinten Nationen (United Nations, UN), die beschwingt eine schriftliche Erlaubnis dazu ausstellen, wirtschaftsinteressen-motivierte Angriffskriege zu führen, während die israelische Regierung seit Jahrzehnten internationales Recht und die allseits gepriesnen Menschenrechte mit Füßen tritt, wo nur irgend möglich. Noch ist indes nicht ausgemacht, wer den Wettkampf darum, wer die meisten Zivilisten zum Schutze derselben umzubringen und das meiste Recht zu brechen vermag, gewinnen wird. Zwischen den Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und Israels dürfte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommen. Eine interessante Frage lautet in bezug hierauf: Wird die israelische Regierung sich gegen den großen Bruder und Förderer der Antisemitismuskeule (gemeint ist: Antijudaismus) bedienen? In einem solchen Wettkampf heißt es schließlich für gewöhnlich: ‘Every man for himself!’ Daß man seiner Regierung nicht zutraue, mehr Zivilisten zu töten und mehr Recht zu brechen als diejenige des Staates mit der Zwei-Parteien-Diktatur, könnte Benjamin Netanjahu immerhin rhetorisch geschickt auf die altvertraute rassistische These zurückführen, Juden seien eine »minderwertige Rasse«.
Deutschland könnte ihnen unterdes den Rang ablaufen, indem es sich darauf beruft, dies in der jüngren Geschichte bereits systematisch getan zu haben. Heutigentags müßte sich dergleichen doch sogar patentieren lassen, denn immerhin läßt sich schon Saatgut patentieren. Außerdem setzt man der Absurdität die Krone auf, indem diejenigen, welche am lautesten und häufigsten auf das Ministerium für Staatssicherheit (MfS, umgangssprachlich auch »Stasi«) der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) schimpfen und sich über dessen Methoden und Vorgehensweisen empören, in der Bundesrepublik Deutschland die völlige Offenlegung der bürgerlichen Privatsphäre durch Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, Fingerabdruck auf dem Personalausweis und ähnliches vorantreiben. Denn es gilt: Je mehr Informationen wildremden Menschen über jeden einzelnen zur Verfügung stehen, desto sicherer leben wir … oder so.
Damit das Ganze dann demnächst nicht allzusehr stinkt, werde ich mir gleich morgen erst einmal den Geruch meines Furzes patentieren lassen. Darauf kannste einen lassen!

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