Die wahre Weihnachtsgeschichte und das wahre Leben Jesu

Maria hatte wieder einmal ohne Kondome und Pille fremdgebumst. Dies war an und für sich nichts Besondres. Joseph hatte ihr nämlich das Heiratsversprechen abgerungen, indem er behauptet hatte, er werde bald reich von einem im Sterben liegenden Oheim erben. Aber erstens lag der Oheim schon seit Monaten im Sterben und wollte einfach nicht abkratzen, und zweitens lautete sein Testament auf Josephs gleichnamigen Vetter, so daß Joseph also entgegen seiner Behauptung so oder so arm bleiben würde. Da nun Joseph auch nicht gerade besonders gut aussah, hatte Maria so überhaupt keinen Bock, auch noch die Kinder dieses Schmierlappens ohne Grips und ohne Geld auszutragen. Deshalb hielt sie sich schadlos, indem sie sich munter durch die Gegend vögelte.
Eines Tages aber begegnete ihr so ein großer, gutgebauter und gutaussehender Typ namens Herkules. Er wollte sie in eine Bar gleich um die Ecke einladen, um sie dort so richtig abzufüllen, aber das war gar nicht nötig. Maria war nämlich auch so geil und willig genug, sich ihm hinzugeben. Also besorgte er es ihr gleich so richtig um die Ecke auf seinem Heukarren mit 1 ES (Eselsstärke), und zwar die ganze Nacht lang bis zum Morgengrauen.
Einige Zeit später mußte Maria feststellen, daß ihre Monatsblutung ausblieb. »So weit, so gut«, dachte sie sich. »Nun muß ich das Ganze nur noch dem Schmierlappen erklären.« Da sie ihn noch nie rangelassen hatte, mußte sie sich etwas Außergewöhnliches einfallen lassen. Zunächst fiel ihr ein, daß »Herkules« ja der Name eines antiken griechischen Heroen war, der der geschlechtlichen Vereinigung eines Gottes, nämlich des Göttervaters Zeus höchstpersönlich, und einer Menschenfrau entstammte und somit ein Halbgott war. So genau muß man es mit den Halbheiten aber nicht nehmen, und darum beschloß Maria, einfach zu behaupten: Gott war’s!
Damit die Angelegenheit jedoch an Glaubwürdigkeit gewann, forschte Maria in den Mythen und Erzählungen nach, die es bis dahin gab. Sie stieß auf die Geschichte des Buddha, der der Sage nach von einer Jungfrau unter einem hellen Stern geboren und von drei weisen Männern aufgesucht worden war. Da Joseph Maria bisher weder gevögelt hatte noch von ihren außerehelichen sexuellen Abenteuern wußte und zu allem Überflusse auch nicht hell genug im Oberstübchen war, um den ganzen Circus zu durchschauen, würde er Maria schon abkaufen, sie sei noch Jungfrau. Irgendein beschissener Stern würde sich zum Zeitpunkt von Marias Wurf schon am Himmel zeigen, und drei alte Knacker, die nutzloses Klimbim mit sich herumschleppen, das sie einem andrehen wollen, und ein bißchen wirres Zeug labern, das man für weise halten kann, finden sich auch überall. Bei Josephs Intelligenzgrad hielt er sogar die Leute für weise, die beim Aufziehen dunkler Wolken einen Regenschauer vorhersagten.
Aus irgendeinem unerfindlichen Grunde (die Römer sollen’s gewesen sein, denn die hatten ja in dieser Geschichte noch nix zu tun!) fand sich Joseph kurz vor der Geburt des Bastards bemüßigt, wahllos durch die Gegend zu ziehen und fremde Menschen zu belästigen, indem er sie um Unterkunft anpöbelte. So erhielt Maria wenigstens mittelbar ihren Eselsritt. Jedenfalls hatten die Leute in der Gegend ziemlich bald die Schnauze voll von diesem Gesindel, und einer erklärte sich bereit, sie zu ihresgleichen in seinem Stall zu stecken. Die Tiere im Stall empörten sich ob dieser Beleidigung, aber alles Aufbegehren half nichts, denn ausgerechnet in diesem Augenblick platzte Marias Fruchtblase. Das Maß der Dinge war allerdings immer noch nicht voll. Wie Maria es sich zuvor gedacht hatte, kamen drei cracksüchtige Tattergreise, die wirres Zeug redeten, wie etwa daß sie aus dem Morgenland kämen und einem hellen Stern gefolgt seien, um einem von Gott durch In-vitro-Fertilisation gezeugten und von einer Jungfrau geborenen Kinde neben Syphilis, Herpes genitalis und Pediculosis pubis Weihrauch, Myrrhe und Gold zu bringen. »Alta, was habt ihr denn geraucht?« fragte sich Maria. »Damit der Junge wat zu rauchen hat und sich später Nachschub leisten kann«, erklärte einer der Cracksüchtigen sinnigerweise.
So oder so brauchte der Bastard nun aber noch einen Namen. Weil Maria in der Nacht von heftigem Sex mit Herkules träumte und im Schlaf ständig »Yes, uh, yes!« stönte, beschlossen sie, den Knaben »Jesus« zu nennen.
Jesus aber war schon mit jungen Jahren dermaßen bekifft, daß er so gar keinen Bock hatte, ebenfalls Zimmermann wie sein unterbelichteter Vater zu werden. Und auch sonst hatte er eigentlich auf gar nichts so richtig Bock. Er wollte einfach nur mit seinen Kumpels abhängen, ordentlich was rauchen und wirres Zeug reden. Gesagt, getan.
Leider gab es manche Leute, die sich mit dieser von Jesus erwählten Lebensweise nicht so recht anfreunden konnten und daher dem Sittenstrolch eine Lektion zu erteilen gedachten. Weil aber alles Lamentieren und Beschweren nichts half und Jesus immer so weiter machte, wobei er unter andrem auch seine Körperpflege zunehmend vernachlässigte, sich nicht mehr die Haare schneiden ließ und so fort, kam es eines Tages zu folgenden Ereignissen. Völlig bekifft und ebenso planlos, wer, wo, wie und was er sei oder eigentlich wollte, glaubte Jesus, seinen alten Kumpel Petrus zu treffen. Nachdem er einige Stunden lang unverständliches Gemauschel von sich gegeben und auf zwanzig Quadratmetern hin und her geschwankt war, lallte er in halbverständlichem Singsang: »Weisu was, Pedrus? Alla, auf dich kannisch imma baun, Alla. Un darum sachich: auw diesen Wels willisch meine Kirsche baun!« Doch leider war das, was Jesus für Petrus gehalten hatte, der auf dem Boden lag, nichts weiter als ein riesiger Eselskothaufen. Dementsprechend stak Jesus nun sprichwörtlich knietief in der Scheiße. Und was tut man, wenn man knietief in der Scheiße steckt, ohne sich selbst helfen zu können? Richtig, man bekreuzigt sich. Dazu kam Jesus indes nicht mehr. Das übernahm nämlich der Mob, der sich aus dem örtlichen Antikifferclub, alkoholisiert und in Lynchstimmung, gebildet hatte und, während er so pöbelnd und lärmend durch die Gegend zog, Jesus fand, wie er knietief in der Scheiße stak. »Alta,« rief der Anführer des Mob, den Jesus, nachdem sein Rausch ein wenig abgeklungen war, als Petrus erkannte, »wir wern dir scho zeijen, was kreusigen heiß!« Gesagt, getan.
Nach der ganzen Kreuzigungs- und Beerdigungsaktion dachte Jesus fürwahr, er habe es endlich hinter sich. Er wollte nur noch in den Himmel auffahren. Das tat er auch, und zwar zu Gottes Rechten. Gott ist nämlich Linkshänder, der seit einer Ewigkeit leugnet, Linskhänder zu sein und versucht, alles mit der Rechten zu machen. Darum ist auch seine Handschrift bei allem, was er so geschaffen und getan hat, so schlecht. Und weil Gott deswegen schon äußerst angepißt war und so überhaupt gar keinen Bock hatte, einen Kiffer, der ständig Streß schob, weil es im Himmel nix zu rauchen gibt (im Himmel gibt es nämlich weder Fenster noch Abluft), und der sich allen Ernstes auch noch als sein Sohn ausgab, für immer an seiner Seite zu haben, sprach er: »Du wirst es vielleicht nicht gerne hören, aber: Du wirst da nochmal runter müssen …« – »Was? Abba wieso das dään?« – »Na … du weißt schon … meine Wege …« – »Wie, deine Wege?« – »Na, wie die Typen in ihren lustigen Gewändern immer sagen.« – »Hä? Kapier ich nich. Was sagen die dään?« – »Na, daß meine Wege unergründlich sind und so.« – »Scheiße, Alta, das is nich dein Ernst!« – »Doch, doch … das muß sein!« Und Jesus dachte bei sich: »Hätt ich das eher gewußt, daß es hier nix zu rauchen gibt, hätt ich mir statt dessen gleich die Venen zugefixt. Na ja, nu hab ich ja nochmal die Gelegenheit!«
Weil aber Jesus durch sein lebenslanges Kiffen unglaublich verwirrt und orientierungslos geworden ist, hat er den Weg zurück zur Erde noch nicht gefunden. Und so warten wir bis heute auf seine zweite Ankunft – oder auch nicht. Amen!

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