Gedächtnislücken

Es war im Frühling, frischer Fang,
wendig auch, doch nicht zu lang,
weit und breit, nicht weit gefehlt,
etwas Asche, die noch schwelt.

Anderntags, auf dünnem Eis,
weiß gewandelt, bis zum Steiß,
laut gelobt und leis ertränkt,
Krumen Hoffnung eingedenk.

Wälzt sich fort, zu modrig Weiher,
vorderhand den Nebelschleier,
wächst gewaltsam, hin und wieder,
spielt vertrocknet, Wiegenlieder.

Es war im Frühling nicht zu wissen,
wendig zwar, doch bald zerrissen,
hie und da, und bald schon kalt,
wurmzerfressen alsobald.

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