Zukunftsträger

In den Städten steter Gang,
unendlicher Strom der Menge.
Denn das Leben ist ein Zwang,
erstickt man auch in dem Gedränge,

so wacht man anderntags doch auf.
Moment der Stille – aus den Mythen.
So nimmt das Leben seinen Lauf
und trägt in Einerleiheit Blüten.

Wir blicken lang nicht mehr zurück –
Vergangnes oder alte Zeiten –;
verschlungen ward das Quentchen Glück:
geblieben sind uns Eitelkeiten.

In einer Nachhilfestunde habe ich einen Schüler zur Abwechslung einmal eine kreative Aufgabe bearbeiten lassen. Er sollte zunächst eine Mind-Map zum Thema »Großstadt im nächsten Jahrtausend« erstellen und sodann ein Gedicht dazu verfassen. Wie üblich habe ich in der Zeit, in der er die Aufgabe bearbeitet hat, dasselbe getan. Dies ist mein Ergebnis. Sicherlich ist der Blick von unsrer heutigen Perspektive beeinflußt. Aufgefallen ist mir insonderheit, daß, während ich mich auf die Menschen und ihr Empfinden konzentriert habe, mein Schüler wesentlich auf Technologie und Technik fokussiert war. In seinem Gedicht wurde alles besser – ein durchweg optimistischer Ausblick –, in meinem Gedicht verändert sich nicht viel, wird höchstens ein wenig schlechter – ein mehr oder minder stark pessimistischer Ausblick. Auch wenn das Gedicht als solches meinen eigentlichen literarischen Ansprüchen nicht genügt, war es doch eine lohnenswerte Erfahrung.

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